Die Lernergebnisse der Spielblöcke

Projektevaluation

Um ein Projekt zu evaluieren, muss dieses beschrieben, analysiert und bewertet werden. Einbezogen werden hierfür alle relevanten Prozesse und Organisationseinheiten. Wichtig sind außerdem Kontext, Struktur und Einzelergebnisse des Vorhabens. Da es sich immer um Maßnahmen handelt, mit denen Ziele erreicht werden sollen, wird eine Projektevaluation auf der Basis einer Zielvereinbarung und Ausgangserhebung abgewickelt. Es müssen Messinstrumente und Beurteilungskriterien festgelegt werden, mit denen man überprüfen kann, ob die gesetzten Maßnahmen zum Erfolg geführt haben. Nach einer Schlusserhebung können bei Bedarf neue Zielvereinbarungen getroffen werden, um möglicherweise erneut in den Kreislauf von Maßnahmenplanung, Durchführung und Evaluation einzutreten. Im pädagogischen Bereich meint Evaluation „das methodische Erfassen und das begründete Bewerten von Prozessen und Ergebnissen zum besseren Verstehen und Gestalten einer Praxis-Maßnahme im Bildungsbereich durch Wirkungskontrolle, Steuerung und Reflexion.“ In diesem Fall kann man durchaus von einer Programmevaluation sprechen, da ein sehr komplexes und vielschichtiges soziales Spiel-Lernprogramm durchgeführt und evaluiert wurde. Es wurden Daten methodisch organisiert erhoben und systematisch dokumentiert, um die Untersuchung, das Vorgehen und die Ergebnisse nachvollziehbar und überprüfbar zu machen. Hauptinstrumentarium der Datenerhebung war die teilnehmende Beobachtung der Projektstunden in der Schule. Hierzu wurden in allen Unterrichtsstunden handschriftliche Beobachtungsprotokolle erstellt, die im Anschluss daran in Evaluationsbögen zusammengefasst und ausgewertet wurden. Es wurde gefilmt und fotografiert, und auch diese Dokumentationen wurden in die Bewertung des Projektes einbezogen. Die Projektteilnehmer und die betroffenen Pädagogen wurden vor, während und nach der Abwicklung des Game-Based-Social-Learning Programms an Hand mehrerer Fragebögen befragt. Im Rahmen der Auswertung wurden „Ist-Werte“ mit vorher explizit festgelegten „Soll-Werten“ verglichen, um die Erreichung der Lernziele zu operationalisieren. Die Untersuchung des geschilderten Einzelfalles war sehr praxisorientiert. Es ging darum festzustellen, ob die durchgeführte Bildungsmaßnahme (soziales Lernen in realen und virtuellen Spiel- und Rollenspielwelten) den angestrebten Erfolg (Erreichung der Lernziele) zeigte, wobei die Transferleistung des Spielprojektes (lernen für das Leben)  im Rahmen einer qualitativen Empirie (Masterthese) bearbeitet werden soll.  So kann man hier von einer Produkt bewertenden (summativen), bzw. Lernzielbasierten Evaluation sprechen.

 

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