Der erste Spielblock

Je mehr man also nach innen gehen kann, je introspektiver und selbstreflexiver man wird, desto mehr vermag man sich vom Ich zu lösen und über dessen begrenzten Horizont zu erheben und desto weniger narzisstisch oder egozentrisch – desto dezentrierter – wird man.

Ken Wilber, Eros, Kosmos, Logos

 

 

Die Grundidee des ersten Spielblocks mit dem Titel „So bin ich. – Wie siehst du mich?“

Wenn ein Kind im Spiel die eigene Identität, die maximale Gleichheit mit sich selbst im Austausch mit anderen entwickelt und erprobt, geht es unter anderem auch darum, sich selbst und die eigene individuelle Kreativität zum Ausdruck zu bringen und zu hinterfragen. Die Schüler lernen im ersten Spielblock des Projektes ihr Inneres nach außen zu kehren und damit können bereits die ersten Spiele ein Abbild der eigenen Psyche werden (vgl. Hans Mogel, Psychologie des Kinderspiels, Seite 2). Selbsterkenntnis ist die Erkenntnis einer Person über das eigene Selbst. Sie ist eng verwandt mit der Selbstreflexion. Diese bezeichnet ein Nachdenken über sich selbst. Ebenfalls zentral die Selbstkritik, die ein kritisches Hinterfragen und Beurteilen des eigenen Denkens erforderlich macht und die, gepaart mit einem fundierten Selbstbewusstsein, ein reflexives, besonnenes Bewusstsein des eignen Ich ermöglicht. Die Objektivität der Selbstbeobachtung befähigt einen Menschen, die Eigenschaften, Dispositionen, Kräfte und Werte des eigenen Selbst richtig zu beurteilen. Das gelingt damit, dass das Ich in Bezug gesetzt wird zur sozialen Gemeinschaft in der man lebt. Selbsterkenntnis impliziert somit das Verstehen von anderen Menschen und ist somit eine wichtige Voraussetzung für ein funktionierendes Zusammenleben. So stellen sich die Kinder im September und Oktober 2010 anhand „äußerer und innerer Merkmale“ vor. Die jeweils Anderen (die Mitspieler) sollen die Möglichkeit bekommen alle an den Spielen Beteiligten kennen zu lernen. Mehr noch, sie sollten ihre Spielpartner, bzw. Spielgegner „erkennen“ können.