Fernseherin

Programmatisch für den Inhalt war der berühmte Text, der im Vorspann der Fernsehserie „Raumschiff Orion“ (erste deutsche Science-Fiction-Fernsehserie, vierzehntägig, Samstagabends ab 17. 9. 1966 mit Einschaltquoten über fünfzig Prozent) gesprochen wurde: 

„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen: Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. …

 

 

Das Fernsehen (TV) war (zunächst) ein Massenmedium, das zentral konzipierte und produzierte audiovisuelle Sendungen unidirektional und synchron an ein Massenpublikum vermittelte.

Die eigentliche Geschichte des Fernsehens in Österreich begann in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre mit der Ausstrahlung der ersten Versuchsprogramme, der regelmäßige Fernsehbetrieb wurde 1958 aufgenommen. Im Laufe der 1960er Jahre entwickelte sich das Fernsehen auch in Österreich zu einem beliebten Massenmedium.

Ich war acht Jahre alt, als bei mir zu Hause ein Fernseher angeschafft wurde. Gleichzeitig mit einem Geschwisterchen (mein Bruder wurde geboren), kam das Fernsehgerät ins Haus und wurde von diesem Moment an zum zentralen, allabendlichen Sammelpunkt aller Familienmitglieder. Für uns Kinder war der Konsum natürlich beschränkt und so waren bei mir die damals populären Fernsehserien (Raumschiff Orion –  Mit Schirm, Charme und Melone) äußerst beliebt. Am Nachmittag schaute ich das „Kasperltheater“, „Daktari“ und „Lassie“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Höhepunkt der Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ war während der so genannten Emma Peel – Ära, in der die in Leder gewandete Diana Rigg die Geheimagentin spielte. Das Format war bekannt für seinen sehr eigenen Stil aus einer Kombination von Spannung und Humor und war im Sektor Geheimdienst angesiedelt.