D. W. Winnicott

D. W. Winnicott (1896 – 1971) 

Er war ein britischer Kinderarzt und einer der einflussreichsten Psychoanalytiker unseres Jahrhunderts. Winnicott entwickelte eines der bedeutensten Konzepte der frühkindlichen Entwicklung sowie der psychoanalytischen Behandlungstechnik bei Kindern und Erwachsenen. 

http://www.youtube.com/watch?v=VTJ7w3I_bxE

 Einführend schreibt Winnicott in seinem Buch: 

 

Dazu einige Gedanken  aus der Zeitschrift für e-learning, Serious Games, Katharina Stephenson, Psychoanalyse im Game Space: Macht die Psychoanalyse Games Serious? – Studienverlag, 4/2009

Stephenson stellt fest, dass man psychoanalytische Psychotherapie als Möglichkeit der Unterstützung für Reifung oder auch Nachreifung von Persönlichkeit sehen kann. So geschehen bei D.W. Winnicott, der auf seinem Weg vom Spiel zur Kreativität den interpersonellen Raum zwischen Mutter und Kind, respektive Therapeut und Patient, sehr vielschichtig durchleuchtet. Winnicott sieht hierin einen intermediären Bereich von Erfahrungen, in den in gleicher Weise innere Realität und äußeres Leben einfließen. Frühe intermediäre Räume sind bevölkert von Übergangsphänomenen und Übergangsobjekten. Auf dem Weg zur Unterscheidung von Ich und Nicht-Ich kommt es zur reifen und stabilen Internalisierung des geliebten Objekts (z.B. der Kuscheldecke als Mutterersatz). In der Folge müssen symbolische Bedeutungen (der Übergangsobjekte) von aktuelleren, wichtigeren Objekten (Personen) abgelöst werden. Die Beschäftigung mit Übergangsobjekten kommt einer ersten Spielerfahrung gleich und der erwähnte intermediäre Raum wird zu einem Spielraum, in dem geschützt und gefahrlos Erfahrungen gemacht werden können. So kann auch der Therapeut zum Übergangsobjekt werden, das dem Menschen (dem Jugendlichen) einen Übergang zu einer gesunden emotionalen Entwicklung ermöglicht. Winnicott meinte, dass „Psychotherapie mit zwei Menschen zu tun hätte, die miteinander spielen.“ (vgl. Stephenson, Seite 11ff ).

Im Folgenden möchte ich die grundlegenden Gedanken Winnicotts zur Objektverwendung und Identifizierung, zur Lokalisierung des kulturellen Erbes, zum Ort an dem wir leben, zur Spiegelfunktion von Mutter und Familie in der kindlichen Entwicklung, zur Kreuzidentifizierung und zu gegenwärtigen Konzepten der Entwicklung Jugendlicher zusammen fassen. D.W. Winnicott hat sein Buch „Vom Spiel zur Kreativität“ , wie er selbst feststellte, als eine Weiterführung seiner Arbeit zu Übergangsobjekten und Übergangsphänomenen konzipiert, wobei die oben genannten Bereiche in den Kapiteln 6 bis 11 abgehandelt werden.

Ich habe versucht, einen sehr individuellen und fühlenden Zugang zu Winnicotts Erkenntnissen und Aussagen zu finden. Es ging mir nicht allein darum, das literarische Werk eines namhaften Autors zu analysieren, sondern ich wollte zusätzlich ein Exempel statuieren zu Winnicotts Grundannahme, dass Menschen die Chance haben ihre kulturellen, schöpferischen und erfinderischen Fähigkeiten zu nützen und auszuleben, sofern sie im Bereich der Übergangsphänomene und Übergangsobjekte eine positive Entwicklung durchleben durften.

So möge es mir gelingen einen multisensualen, emotionalen, spielerischen und eigenständigen Eindruck von D.W. Winnicotts Buch „Vom Spiel zur Kreativität“ zu vermitteln, denn …

Der vernunftbegabte Mensch (homo sapiens)

hat die Fähigkeit Dinge zu erschaffen (homo faber),

und welche Dinge sollten ihm mehr dabei nützen (homo oeconomicus)

als jene der spielerischen Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt (homo ludens)?

Herzlichst

 

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